Gibs auf

Irgendwie ist es schon traurig, wie „spurlos“ man an manchen „Freunden“ verbeozugehen scheint. (Das ist sicherlich keine neue Erkenntnis, sie wird mir nur gerade mal wieder schmerzhaft bewusst.)
Diejenigen, die am lautesten schreien, wenn man weggeht werden mit Sicherheit diejenigen sein, die dich als erstes vergessen haben. Wahre Freunde akzeptieren diese Entscheidung im Stillen und werden für den Fortbestand der Freundschaft still und leise kämpfen, ohne viel Wind. Aber diejenigen, die schreien und zetern und sagen, sie können nicht ohne dich und du sollst da bleiben? Meinst du, sie melden sich regelmäßig bei dir? Meinst du, du bekommst eine Nachricht zu Weihnachten? Meinst du, sie denken, ohne die Erinnerungsfunktion etlicher Internetforen, an deinen Geburtstag und schreiben dir einen Brief, eine längere Email oder zumindest eine persönliche Nachricht? Etwas anderes als ein copy&Paste Bild und ein Happy Birthday! auf die Pinnwand geschmiert? Meinst du, sie melden sich überhaupt? Meinst du, sie reagieren zumindest auf Nachrichten von dir?

„Gibs auf, gibs auf“, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwung ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. “ (Franz Kafka, Gibs auf!.)
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