Die Bösartigkeit von Freizeit

Es ist ein weitverbreitetes Phänomen: Freizeit ist ein Rudeltier.Nur seher selten verirrt sich Freizeit ohne Gleichgesinnte in meinen Tagesablauf. Entweder erscheint sie garnicht, oder in Massen…

So auch die letzte Zeit.Die letzten Tage war jede freie Minute meines Tagesablaufes verplant. Das scheinen andere Menschen gespürt zu haben, denn auf einmal wurde ich bombardiert von enthusiastischen Nachrichten per msn, icq, sms, abc oder wie das alles heißt. Jeder wollte etwas unternehmen, am besten alles zur selben Zeit an grundverschiedenen Orten mit fast den selben Menschen. Und kaum hattest du einem zugesagt kamen nochmehr Nachrichen: ich will doch auch etwas unternehmen!

Man möchte natürlich bei allem mitmachen und endlich jeden wiedersehen, wie „damals“ in der guten, alten Schulzeit als man sich noch täglich in den Pausen austauschen konnte. Aber sogar eine Frederike schafft das nicht. Also vertrösten wir die Freunde auf freizeitreichere zeiten.

Aber: jetzt schlägt die Bösartigkeit dieser Freizeit zu! :kaum hat mal zwei Tage frei, denkt sich: jetzt kann ich in Ruhe und ohne Stress das nachholen, was ich in der letzten Zeit nicht machen konnte, und tadaaaa…. keiner da :(Rock am Ring klaut einem schon mal den Großteil der Menschen, die man sehen wollte, die anderen sind auf Familientreffen, dubiosen Dates, verdächtigen Shoppingtouren und unversschämten Sommerausflügen. Man ist verdammt dazu, bei diesem wunderschönen Wetter alleine zu Hause zu sitzen, weil Freizeit nunmal dann kommt, wenn man nichts zu tun hat.

Alleine rausgehen?geht nicht… ich bin ein Rudeltier.

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