Archiv der Kategorie: Poesie und Prosa

Frankfurter Straßenbahn

Sie saß in der Straßenbahn und beobachtete die Menschen um sich herum. Wie sie alle griesgrämig in eine Richtung starrten, um jeden Preis vermeidend, einem anderen in die Augen schauen zu müssen. Immer darauf bedacht, gerade höflich genug zu sein um nicht als unhöflich angesehen zu werden, aber auch nicht so höflich, dass man dabei positiv auffällt, schließlich würden die anderen Fahrgäste einen dann ja doch wieder wahrnehmen. In der grauen Masse untergehen, das ist es, was sie wollen.
Ein paar Sitzplätze von mir weg sitzt ein schönes Mädchen. Ihre blonden Haare mit denen sie gedankenverloren spielt stechen aus der Masse raus. Fasziniert sehe ich ihr zu, um bereits nach ein paar Sekunden einen strafenden Blick dafür zu bekommen. Seitdem guckt sie ständig total verunsichert zu mir rüber, ob ich sie wieder ansehe. Blickkontakt wird ums äußerste vermieden, nicht mal ein Lächeln von meiner Seite scheint sie zu beruhigen. Nun gut, ich gebe mich geschlagen und schaue mich weiter im Wagon um.  Unterhalten tun sich die wenigsten, die meisten hören Musik, viele mit ganz dicken Kopfhörern um der Welt zu zeigen: Versuch ruhig mit mir zu reden, ich höre dich nicht. Aber nicht mal in ihrer eigenen Welt scheinen sie sich wohl zu fühlen. Ich glaube, ich möchte nicht einmal wissen, mit welchem Leid diese Menschen sich in ihren Gedanken gerade konfrontieren, so traurig und schlecht gelaunt wie alle gucken. Dabei werden um diese Uhrzeit die meisten Menschen auf dem Weg von der Arbeit nach Hause sein und ich weiß nicht warum, aber irgendetwas in mir zweifelt doch stark an, dass sie eben deshalb traurig sind, weil sie für heute fertig mit arbeiten sind.
Sie sah sich verwundert um. Wie konnte denn ein ganzer Wagon voll Menschen, ja scheinbar die ganze Stadt, so schlecht gelaunt sein? Es hatte soweit sie wusste keinen Anschlag gegeben, sie befanden sich nicht im Krieg, nichts was eine Massendepression hätte begründen können. Jeder schien mit seinem eigenen Päckchen schon heillos überfordert zu sein, jeder  hatte wohl die Last der ganzen Menschheit zu tragen.
Was mich wundert: sie meiden gerade jeglichen Kontakt zu anderen Menschen. Sie WOLLEN einen Moment abschalten, für sich sein, zur Ruhe kommen und entspannen. Zumindest hatte ich mir das immer eingebildet. Jeder beschwert sich, dass er zu wenig Zeit für sich hat und zu wenig Zeit um über wirklich wichtiges nachzudenken. Wenn sie sich also schon vor allem anderen abschotten, wieso nutzen sie diese Zeit dann nicht?
Sie seufzte.
Jetzt fange ich ja selbst schon an, Trübsal zu blasen. Also widme ich meinen Blick statt den Fahrgästen lieber der Natur außerhalb es Wagons. Ja, es regnet gerade in Strömen und von sommerlich-blauem Himmel hat man diesen Sommer auch noch nicht viel gesehen. Aber sieht denn niemand, dass die Natur immer fantastische Schauspiele bietet? Natürlich ist Wärme und Sonne schön. Aber sieht denn niemand, dass der Himmel nicht eintönig grau ist sondern vor Farben und Schattierungen nur so sprüht? Farben, die man fühlen kann, Lichtspiele die in der Nase kitzeln. Die Welt um uns herum gibt sich jeden Tag aufs neue alle Mühe um uns zu überraschen, um uns aufzuwecken, um uns davon zu überzeugen, dass wir, ja genau wir das größte vorstellbare Glück haben um auf eben dieser Erde leben zu dürfen. Um uns täglich aufs neue überraschen zu lassen, zu fühlen, wie andere Menschen sich fühlen, zu sehen, was der Himmel sieht, zu riechen, was die Vögel riechen und zu hören, was der Wind hört, wenn er durch die Bäume rauscht.

Und so saß sie in der U-Bahn, alleine, die Musik eingestöpselt und sich abgeschottet von den anderen Menschen, insgeheim hoffend, dass niemand sie beachtete, höflich genug um nicht negativ aufzufallen aber eben gerade noch nicht wahrgenommen zu werden. So saß sie da und versank in ihrer eigenen Welt. So saß sie da, und ein strahlendes Lächeln umspielte ihre Lippen.

Dornröschen

Und so dreht sich das Spinnrad des Lebens
weiter und immer weiter.
Immer schneller,
immer weiter,
unaufhörlich.

Ich komme, ich komme zu dir, mein Liebling,
ich bin unterwegs.
Immer schneller
dreht sich das Spinnrad
meines Lebens.

Immer schneller von dir weg.

Ich renne, schneller, schneller, Kind,
lauf, lauf um dein Leben,
lauf um ihr Leben,
laufe zum Leben.
Gib nicht auf.

Immer weiter von dir weg.

Stress

Was ist Stress?

Was ist Stress,
für wen?

Ich bin immer in Stress.
Arbeiten.
Tanzen.
Uni.
Freunde.
Durchatmen?
Fehlanzeige. Immer weiter,
immer mehr,
Jeden Moment vollgestopft.
Man fragt mich:
brauchst du nicht mal eine

Pause?
Nein.
Ich WILL keine Pause.

Krank.
Da hab ich meine Pause.

Stress.
Psychischer Stress.
wieder ein Tag
10 Stunden
und nichts zu tun.
Nichts tun können.
Losfliegen, rausfliegen, zu Freunden fliegen, tanzen fliegen.
… Geht nicht.

Jetzt brauch ich eine Pause.
Eine Pause von der Pause.
Eine Pause mit ganz viel zu tun.

Ein Anti-Langeweile-Auftrags-Blogbeitrag über Nudelauflauf

Nudelauflauf. Nun, was gibt es über Nudelauflauf zu sagen? Er besteht aus Nudeln. Gekochten Nudeln. Und Sauce. Aber ich finde nicht zu viel Sauce, weil er sonst so matschig wird, lieber eher wenig Sauce und dafür ganz, ganz viel Käse!

Nudelauflauf. Er ist der beste Begleiter eines Studenten der in Besitz eines Ofens ist (ich gehöre leider nicht hierzu). Man kann ihn immer und überall essen, finde ich (und, wie mir die Mutter eines Kollegen letzt bewies, man kann ihn wunderbar zum Frühstück anbieten).

Nudelauflauf kann man bestimmt auch mit Spaghetti machen. Aber dann heißt es Spaghettiauflauf und das zählt nicht.

Gibt es Pizzaauflauf?

Über Nudelauflauf kann man Blogeinträge schreiben. Scheint zumindest so. Und lachen. Weil die Blogbeiträge sinnlos sind. Wie Nudelauflauf auch, man könnte ja auch Nudeln einfach so mit Sauce essen. Alles Sinnlos.

Nudelauflauf hat vier Silben. Und er ist eine Warnung vor nackten Menschen: Nude!!! lauf! lauf!

Nudelauflauf gibt es in Vegetarisch und mit Fleisch. Und bestimmt auch vegan, aber das sollte verboten werden.

Nudelauflauf hat kein Ehec. Er muss nämlich zu lange in den Ofen und der Ofen ist ein Totfeind der Ehecbakterien.

Nudelauflauf ist spannender als eine Physik Vorlesung.

Und eine Matheübung.

Sogar spannender als beides zusammen!

Und wenn man ihn mit Hackfleisch macht passt er perfekt zum Krimi. Oder zum Horrorfilm.

Nudelauflauf kann man aufwärmen und manchmal schmeckt er dann sogar besser. Allerdings maximal zwei Wochen nach dem ersten mal essen, danach nimmt der Geschmack wieder ab, dafür die farbliche Variation zu, was durchaus hübsch sein kann, man sollte allerdings die WG-Mitbewohner vorher warnen, dass die neue Katze nicht gestreichelt werden mag.

Nudelauflauf hilft bei Langeweile und gegen ins Bett gehen.

Kurz: Nudelauflauf ist der Chuck Norris unter den Studentetngerichten!

I dare you

There once was a fetching, lissome, halcyon girl who met a comely, becoming
young man. In the ebullience of this serendipity an efflorescent dalliance
starts. But the demure Ingénue is ineffable irritated by his insouciance,
mistaking it for lassitude. His elision in the most dulcet sentence was like
forbearance to her. Yet she had a lagniappe, the lithe and lissome gril would
lilt to mellifluous sounds and so found her sempiternal love in dance. And
she found out about the felicity of a halcyon dalliance, when the ombroglio
was cleared.
This came to her as an Epiphany and I am evocative that you are not capable of
a denouement of those lines.

I write like

You know stumble upon? It’s my favorite Web tool to pass my time on boring days. Today it brought me to this site:

iwl.me

called: I write like.

All you have to do is to enter an english text you wrote (or to write some sentences) and then your text is compared to the texts of English writers. In the end you get a batch, where is written on what author you write like. Here is mine (I entered three different texts from my blog and they all had this result. when I copied one of my poems, which of course had a different writing style, another author was suggested. So at least in some way the result is representative. And above all it is fun to try =)

I write like
Stephen King

I Write Like by Mémoires, journal software. Analyze your writing!

finally there also is a html code so you can integrate your badge into a blog post or post in onto your site. Have fun =)