Zusammenführung

Heute ist bereits Bagheeras dritter Tag bei uns. Am Donnerstag morgen durfte ich ihn ganz aufgeregt bei der Züchterin abholen. Mein Gott, war (ist) der noch klein. Ich habe mich ja mittlerweile an Aragorns Größe gewöhnt und empfinde das als „normal“, aber Bagheera ist gefühlt halb so groß.

Als wir heim gekommen sind haben wir die beiden kurz durch das Gitter der Transportbox schnuppern lassen aber dann kam Bagheera erstmal in unser Arbeitszimmer und die Tür blieb zu. Da hat er sich dann auch erstmal in der hinteren Ecke eines Regals verkrochen und versteckt. Abends hat er sich aber schon mal beschmusen lassen und wollte mir dann gar nicht mehr von der Seite weichen. Also habe ich die Tür kurz offen gelassen und die beiden wieder gucken lassen, aber außer geknurre und gefauche gab es erstmal nicht viel. Da Bagheera deutlich Angst hatte habe ich Aragorn dann wieder mit raus genommen und Bagheera über Nacht im Arbeitszimmer gelassen (auch wenn er das nicht so prima fand). Weil ich etwas Angst hatte dass Aragorn eifersüchtig wird, besonders weil Bagheera so anhänglich zu sein scheint, habe ich auf der Couch im Wohnzimmer übernachtet. (Ins Schlafzimmer darf nachts keine Katze… bisher ;) )

Morgens habe ich erst eine Runde mit Aragorn gespielt und gekuschelt, danach habe ich dann die Tür vom Arbeitszimmer endgültig auf gemacht da Bagheera deutlich raus wollte und mir gegenüber auch schon sehr anhänglich war. Fröhliches Gefauche und Geknurre ging los, und es wurde immer darauf geachtet, dass ich zwischen den beiden stehe. Prima, das war so nicht geplant, ich wollte eigentlich mit Abstand beobachten. Aber was kann man schon planen wenn es um Lebewesen geht? Da ich mir meine Arbeitszeit momentan noch ziemlich selbst einteilen kann habe ich gestern den ganzen Tag zu Hause verbracht und die beiden dezent beobachtet, während ich die üblichen Hausarbeiten gemacht habe. Mittags/ früh abends ging es dann richtig ab. Es wurde gefaucht und geschlagen und geknurrt. Bis dahin waren sich die beiden aus dem Weg gegangen und haben sich nur angezickt wenn einer im Durchgang saß oder sie zufällig in einanders Nähe kamen. Aber jetzt wurde sich richtig gefetzt. Ich wusste ja dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt und auch dass da so schnell nichts passiert, aber unschön ist es trotzdem, die beiden so kämpfen zu sehen. Irgendwann habe ich beschlossen sie ein bisschen müde zu spielen, um es erst mal wieder zu beruhigen und eine gewisse Nachtruhe für mich und die Nachbarn zu ermöglichen. (Wie gut dass ich umgezogen bin. In der alten Wohnung hätte ich schon einige Beschwerden gehabt und zwar schön alle über die Vermietgesellschaft, man kann ja nicht klingeln oder direkt anrufen.)

Diese Nacht habe ich dann wieder auf der Couch verbracht und es war auch wieder eine recht kurze Nacht. Ich wollte die bheiden nich nochmal trennen und dann wieder zusamenführen, weil es doppelten Stress bedeutet hätte. Gleichzeitig war es mir aber auch unheimlich, die beiden über Nacht sich selbst zu überlassen. Gut dass wir eine so große Couch haben.

DIe Nacht war eigentlich ruhig, oder ich zu müde um etwas mit zu bekommen, was durchaus vorkommen kann. Wenn ich einmal schlafe kann mich nicht viel mehr wecken. Morgens ging dann irgendwann das miaue los, weil die beiden hunger hatten. Aber seit heute morgen vergessen sie auch mal, sich an zu fauchen und das dauerhafte Geknurre hat aufgehört (vielleicht haben sie auch einfach nur Halsschmerzen). Sogar ein Nasenküsschen und eine Schlafstunde mit nur 2 m Abstand hat es schon gegeben. Ich glaube es geht voran. Heute Nacht werde ich wohl auch wieder in meinem Bettchen schlafen, ich glaube nicht dass noch etwas schlimmes passiert wenn bis hierhin alles so gut geklappt hat.

Bagheera ist übrigens noch 10 mal mehr Bengale als Aragorn. Der saß gestern schon ganz oben auf dem Catwalk, wo wir gar nicht damit gerechnet hatten dass er sich da die nächste Zeit überhaupt hin traut. Aber er ist ein kleines Biest :) <3

Aragorn bekommt Besuch

Hallo ihr Lieben, Aragorn hier.

Was bitte soll das? Heute morgen war alles noch gut, ich wurde angemessen gestreichelt und gekrault, das Futter schmeckte auch so gut wie sonst. Das sie dann das Haus verlassen haben fand ich ebenso unlustig wie an allen anderen Tagen, aber ich bin einfach noch zu klein als das „demonstrativ-vor-die-Tür-legen“ sonderlich wirksam ist. Dabei esse ich jetzt schon das doppelte, damit ich sie bald blockieren kann. Ich war ganz glücklich, dass sie die komische Gefängnisbox ohne mich mitgenommen haben. Sicherlich haben sie auch festgestellt, dass es sehr unkätzisch ist, mich da rein zu stecken und wollen sie jetzt weg schmeissen.

Als sie wieder kamen hatten sie sie aber immer noch dabei. Und dann? Saß da so ein doofes kleines schwarzes Ding drin, das fürchterlich maunzte. Wenn ich miaue, dann klingt das schon wie ein großer Mann, nicht so piepsig. Da musste ich erstmal fauchen und klar stellen, dass dieses Ding hier nichts verloren hat. Immerhin bleibt er im kleinsten Zimer, ich hab also den Rest der Wohnung rechtmäßig für mich. Aber wisst ihr wie ich mich fühle?

SO:

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Duckface? Catface!

Hallo Ihr Lieben, Aragorn hier.

Da Dosi immer so komische Bilder von mir macht habe ich mir ihr Handy geschnappt und selber ein ordentliches geschossen. Das Eltern einen auch immer in so schrecklichen Momenten knipsen wollen – essen, schlafen, putzen….

Hier als mal ein Bild, bei dem ich angemessen posiere, damit keine falschen Bilder von meinem tollen Aussehen entstehen. Mein neues Furrbook-Profilbild:

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Kannst du sie hören?

Wer Schmetterlinge lachen hört

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der wird zur Pflanze, wenn er will,
zum Tier, zum Narr, zum Weisen,
und kann in einer Stunde
durchs ganze Weltall reisen.

Er weiß, dass er nichts weiß,
wie alle andern auch nichts wissen,
nur weiß er was die anderen
und er noch lernen müssen.

Wer in sich fremde Ufer spürt,
und Mut hat sich zu recken,
der wird allmählich ungestört,
von Furcht sich selbst entdecken.

Abwärts zu den Gipfeln
seiner selbst blickt er hinauf,
den Kampf mit seiner Unterwelt,
nimmt er gelassen auf.

Wer Schmetterlinge lachen hört,
der weiß wie Wolken schmecken,
der wird im Mondschein,
ungestört von Furcht,
die Nacht entdecken.

Der mit sich selbst in Frieden lebt,
der wird genauso sterben,
und ist selbst dann lebendiger,
als alle seine Erben.

Text: Carlo Karges
Musik: Novalis